Diskussion über Themen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in/mit Westafrika einschließlich (und vor allem) der politischen sowie sozio-ökonomischen Bedingungen in den Ländern und was EZ bewirken kann -- oder auch nicht -- oder ob sie aber nicht sogar schadet. ACHTUNG: In Ermangelung von Kommentaren lediglich Beiträge zu EZ-Themen. _________________________________________________________________

25. Januar 2013

Mali crisis: US admits mistakes in training local troops

Im Rahmen des Modules "Demokratische Kontrolle der Streitkräfte", das ich ab 2003 während meiner Zeit als Leiter des KAS-Regionalprogramms "Politischer Dialog Westafrika" mit Sitz in Cotonou/Benin entwickelt hatte (> http://www.kas-benin.de/mil/index-eng.html), traf ich bei der Zusammenarbeit mit Generalstabsoffizieren in Mali, Burkina Faso, Niger, Togo und Côte d'Ivoire immer wieder auf Offiziere, die gut Englisch mit amerikanischem Akzent sprachen. Grund: Die meisten von ihnen hatten Training in den USA absolviert. Wie immer auf typisch "amerikanisch", wie sich jetzt zeigt:

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12. Dezember 2012

Die Religion ist nur gezähmt zu ertragen

Richard Herzinger:
Woher kommt eigentlich die Idee für das Bauprinzip unserer modernen säkularen, religiös pluralistischen Gesellschaft? Etwa aus dem Christentum? Nein, die rechtsstaatliche Trennung von Staat und Religion musste gegen den Widerstand der Kirche durchgesetzt werden. Verdanken wir unsere säkularen Grundlagen etwa der französischen Revolution? Nein, in ihrer jakobinischen Zuspitzung endete sie damit, dass die Köpfe abgeschlagen statt aufgeklärt wurden, und Robespierre rief sogar eine neue Staatsreligion ins Leben. Oder zeichnete Karl Marx verantwortlich für die Abdrängung der Religion aus dem öffentlichen Raum? Nein, der selbst ernannte Meisterdialektiker wurde selbst zum totalitären Religionsstifter. Also, wer hat's erfunden?. Jetzt bitte festhalten: Es waren die Freimaurer. Dazu mein Essay aus dem Dezemberheft der Zeitschrift “Cicero”:

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11. Dezember 2012

Ghana: Fällt die letzte friedliche demokratische Bastion?

Wie vor vier Jahren wieder eine schmerzliche, und sollte alles mit rechten Dingen zugegangen sein, auch bittere Niederlage für die NPP und ihren Flagbearer Nana Akufo-Addo. Als Alternative wurde Kyeremanteng gehandelt. Es ist aber fraglich, ob er besser abgeschnitten hätte. Der hatte - subjektiv nach Ansicht von Beobachtern - ein besseres Auftreten. Es war auch immer wieder durchzuhören, dass man keinen Ashanti wollte. Da gab es also schon auch strategische Argumente. Vielleicht hätte Akufo-Addo ein bisschen selbstkritischer sein sollen - ein Wesenszug, der ihm allerdings fremd ist. Teilweise wirkte er in der Kampagne, obwohl freilich kompetent, nicht sehr authentisch.

Video: NPP supporters urged to arm themselves with catapults in case of attack
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Ghana opposition mulls results

ACCRA, Ghana (AP) — Ghana’s opposition met on Monday to discuss whether to accept the results of the recent presidential election, which handed victory to incumbent President John Dramani Mahama.

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Unfreiwilliger Rücktritt in Mali

11. Dezember 2012

Nur wenige Stunden nach seiner Festnahme durch Soldaten ist Malis Regierungschef Diarra zurückgetreten. Erst am Wochenende hatte Diarra eine Großdemonstration für einen internationalen Militäreinsatz gegen die Islamisten im Norden organisiert.

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13. Dezember 2012

Mali: Diango Sissoko neuer Premier

Die poli­ti­sche Krise in Mali geht wei­ter. Pre­mier­mi­nis­ter Modibo Diarra wurde offen­bar vom Mili­tär zum Rück­tritt gezwun­gen. Überg­angs­prä­si­dent Dioncounda – im Amt seit einem ers­ten Putsch des Mili­tärs im März – ernannte nun den Juris­ten Diango Sis­soko zu sei­nem Nachfolger.

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8. Dezember 2012

Ex-DEDler wollen neuen Entwicklungsdienst gründen

Darauf hat die (Dritte) Welt gewartet!

Berlin. - Frühere Mitarbeiter des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED), der im vergangenen Jahr in der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) aufgegangen ist, wollen einen neuen Entwicklungsdienst gründen. Sie werfen Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) einen "schwerwiegenden strategischen Fehler" vor. Nach der Fusion zur GIZ - einem Apparat von mehr als 17.000 Mitarbeitern - könnten Entwicklungshelfer nicht mehr im Sinne des aus dem Jahre 1969 stammenden Entwicklungshelfer-Gesetzes (EhfG) und des Mottos "Lernen und Helfen" arbeiten.

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BND: Mali wird zum Ausbildungsraum für islamistische Kämpfer

Der Bundesnachrichtendienst (BND) warnt davor, dass Mali zum Ausbildungsort für islamistische Kämpfer aus aller Welt werde. "Mali wird zum Rückzugs- und Ausbildungsraum für islamistische Kämpfer", sagte BND-Präsident Gerhard Schindler in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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Volker Kauder: "Religionsfreiheit weltweit durch Islamismus bedroht"

Endlich hat es ein führender Politiker nicht nur erkannt, sondern spricht es auch deutlich aus:

Unionsfraktionschef Volker Kauder warnt: In Ägypten verschlechtere sich die Lage der Christen rapide. Für den Fall weiterer Islamisierung droht er, Werbung für den ägyptischen Tourismus einzustellen.

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28. November 2012

Evaluierungsinstitut: Das Entwicklungsministerium geht ein Risiko ein


Fachleute monieren, im Vergleich zu anderen Ländern sei die Evaluierungskultur in Deutschland schwach – zumal in der Entwicklungspolitik, die von sich selbst gern behauptet, sie sei der am stärksten geprüfte Politikbereich überhaupt. Mit dem neuen Deutschen Evaluierungsinstitut will die Bundesregierung Terrain gutmachen. Die Entwicklungsorganisationen hätten bislang vor allem die Ergebnisse ihrer Projekte geprüft, kaum aber deren Wirkungen, sagt der Leiter des Instituts, Helmut Asche. Das soll sich nun ändern.

>> Ein Interview mit dem Leiter des Instituts, Helmut Asche über unabhängige Gutachter, politische Prüfergebnisse und die Sorgen von NGOs

26. November 2012

Heizungen für Norwegen – lustige Aktion mit ernstem Anliegen

Seit mehreren Tagen ist dieses Video der fiktiven Hilfsorganisation “Radi-Aid” ein Hit in der EZ-Internet-Gemeinde und auch außerhalb, über 1. Mio Klicks hat es bereits bei Youtube:

24. November 2012

Welcome to fishsubsidy.org!


European double-speak! Auf der einen Seite werden die Fischgründe vor Afrika mit Unterstützung europäischer -- unseren -- Steuergeldern leergefischt, als Alibiveranstaltung legt die EZ Projekte zur Unterstützung von verarmten Fischerei-Communities auf.

Subsidies paid to owners of fishing vessels and others working in the fishing industry under the European Union’s Common Fisheries Policy amount to more than €1 billion a year. Fishsubsidy.org helps people find out who gets what, and why.

mehr >> Fishsubsidy.org/

1. November 2012

Afrika helfen. Aber wie?

1. November 2012
Marius Osterfeld
Extreme Armut hat sich weltweit gesehen in den vergangenen zwei Jahrzehnten um die Hälfte reduziert. Die positive Entwicklung ist aber vor allem auf den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas zurückzuführen. Afrika bleibt der Problem-Kontinent, was Antworten auf die Frage verlangt: Welche Entwicklungshilfe lindert Leid und fördert nachhaltiges Wachstum?

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26. Oktober 2012

Wenn "Respekt" zur Gefahr für die offene Gesellschaft wird

26. Oktober 2012
Richard Herziger
Bei uns (den Christen) ist es üblich, wenn wir von dem Islam einen Ohrfeige auf die rechte Wange bekommen, auch noch die linke hinzuhalten (Dieses Bild hat Peter Scholl-Latour vor ca. 20 Jahren in einem seiner Bücher über den Islam verwandt).

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8. August 2011

Developmental patrimonialism?


My critical assessment of neo-patrimonalism and dependency prone development aid is known. Not all is as bad as I sometimes think. Quoi qu'il en soit, judge for yourself.

Rethinking business and politics in Africa

by Tim Kelsall

Africa may have some of the world’s fastest-growing economies, but investment and incomes still lag far behind other regions. Conventional development wisdom lays the blame on a governance syndrome known as neo-patrimonialism, a system of personal rule held together by the distribution of economic rents to clients or cronies. But recent research by the Africa Power and Politics Programme (APPP) into seven historical and six contemporary African cases shows that neo-patrimonialism is not always as economically damaging as the development community believes. Findings include:

  • In some circumstances neo-patrimonialism does not harm, and may even help, the climate for business and investment
  • Neo-patrimonialism can be compatible with rapid, pro-poor, economic growth
  • Donors and policy-makers need to recognise developmental 
    neo-patrimonialism where it exists, and understand their impact on it.


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24. November 2010

50 Jahre afrikansiche Unabhängigkeit: Afrikaner müssen kämpfen!

Aux Africains de se battre

Dix-sept pays africains fêtent cette année le cinquantenaire de leur accession à l’indépendance. Mais il n’y a rien à commémorer, estime Achille Mbembé. L’intellectuel camerounais appelle à une transformation radicale du continent, avec le concours de la communauté internationale.

01.04.2010 Achille Mbembe Le Messager

plus >> Courrier international


Bereits am 1. April 2010 erschienen, aber besser spät als nie, da der Artiklel sehr gut ist und mir jetzt erst untergekommen ist!

Afrikaner müssen kämpfen

Siebzehn afrikanische Länder feiern in diesem Jahr den fünfzigsten Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Aber es gibt nichts zu feiern, sagt Achille Mbembe. Der Kameruner Intellektuelle fordert eine radikale Umgestaltung des Kontinents, mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft.

>> Google-Übersetzung ins Deutsche
(Tipp: die Englische Übersetzung ist i.d.R. besser)

22. Oktober 2010

Overcoming poverty: Charging donors is too easy

Home Grown Hope: Small Steps to Ending Poverty
Wednesday, October 20, 2010

By Karol C. Boudreaux

But poverty rates remain stubbornly high in sub-Saharan Africa. Why is Africa lagging? An important part of the answer is that African governments make it difficult for millions of small-scale African entrepreneurs to create, invest in and grow their businesses.

more on >> africanliberty.org

20. Oktober 2010

The misgivings of Donorlandia: Screwing up

The plight of the African intellectual – a moral fable

Wednesday, October 20, 2010

By William Easterly

Once upon a time, there were two great lands: Donorlandia and Africa. Donorlandia had many intellectuals who opined about the solutions for Africa, who received much attention in the media of Donorlandia. Few African intellectuals received as much, or even any, such attention when they discussed their own land.

more on > africanliberty.org

13. Oktober 2010

Die Technische Zusammenarbeit hat ausgedient

Interview mit Brigitta Villaronga, Leiterin von InWEnt in Feldafing

„Die Technische Zusammenarbeit hat ausgedient“

„Die Technische Zusammenarbeit hat ausgedient“ – mit dieser These haben Sie bei Ihrem Vortrag an der Akademie für Politische Bildung für große Diskussion gesorgt. Was genau meinen Sie damit?

Villaronga: Das war zugespitzt formuliert, trifft aber das Problem. Die Technische Zusammenarbeit korreliert häufig mit dem, was wir früher unter Entwicklungshilfe verstanden haben. Das hat viel zu tun mit unserem Expertendünkel. Wir kommen mit eigenen Vorstellungen und Rezepten und stülpen sie einem gänzlich anderen Wirtschafts-, Kultur- und Wertesystem über. Das kann kein Modell für die Zukunft sein.

Außerdem suggerieren wir so den Eindruck, dass sich mit der richtigen Technik alle Probleme lösen lassen. Aber das stimmt nicht. Es geht viel mehr um die Aneignung von Nachhaltigkeitskompetenzen bei den Veränderungsagenten in den Ländern selbst – und übrigens auch bei uns. Das beinhaltet auch soziale und Methodenkompetenzen. Wir brauchen Menschen, die ihr Fachwissen und ihre Ideen über geeignete Kommunikation auch richtig transportieren und umsetzen können.

> Zum Interview

30. September 2010

Why Good Governance Matters More in Africa Than Aid

"African leaders ask "Why can’t the rich Western countries provide $70billion annually to meet the MDGs? It’s only a fraction of their annual GDP. They can easily spare it, but it would mean so much in the developing world." Western aid advocates do their part by painting gory pictures of famine and disease in Africa to justify the demand. Yet, some way, somehow, African leaders have been able to squeeze close to $150 billion per year."
(...) (...) (...)
"At the MDG summit, German Chancellor Angela Merkel called for a balance between aid and good governance as a necessary condition for attaining the MDGs. Unfortunately, African governments generally prefer an imbalance with more aid and less accountability. Donor nations need to understand this reality and get away from platitudes like the MDGs and aid targets and insist that African governments enact policies that will unleash the entrepreneurial spirits of Africans to create wealth and support national governments through taxation. Aid may help governments that have already begun to tread this path, but providing ever-more aid in hopes that they will only perpetuates the status quo." >> more

3. September 2010

Debate on British Aid

Comment on "Aidwatchers.com":

"The parlous state of the public finances in Britain provides the perfect opportunity for British taxpayers to end their half-century-long experiment with “ development aid”, which has, since its inception, stunted growth and subsidised bad governance in Africa.

As Africans, we urge the generous-spirited British to reconsider an aid, programme they can il l afford, and which we do not want or need. A real offer from the British people to help our development would consist of the abolition of the Common Agricultural Policy, which keeps African agricultural exports out of the European marketplace.

It is that egregious policy, combined with the weight of regulations, bad laws and stifling bureaucracy, subsidised by five decades of development aid, which prevents Africans from lifting themselves out of poverty."

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That's the point: The North must change the frame conditions, not deliver development aid on an alibi ticket!

28. August 2010

Fischfang vor Afrikas Küste - Europa kauft die Meere leer

Die einen bekommen Fisch im Überfluss, die anderen gehen leer aus: Weil die EU Millionen Euro an korrupte Staaten zahlt, dürfen europäische Trawler die Fanggründe vor der Küste Afrikas plündern. "Cash for Fish" heißt das fragwürdige Geschäft - für die Einheimischen bleibt fast nichts übrig.

mehr in >> SPIEGEL-Online

Das ist nichts Neues! Die Schnarchnasen in Brüssel brauchen halt etwas länger, auch wenn sie selbst der Verursacher sind!!! >>
Foreign Trawlers Blamed For Poor Fish Harvest