Diskussion über Themen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in/mit Westafrika einschließlich (und vor allem) der politischen sowie sozio-ökonomischen Bedingungen in den Ländern und was EZ bewirken kann -- oder auch nicht -- oder ob sie aber nicht sogar schadet. ACHTUNG: In Ermangelung von Kommentaren lediglich Beiträge zu EZ-Themen. _________________________________________________________________

17. Mai 2006

Frankreichs Interessen im Kongo

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Ulrich Specks Kosmoblog in der Zeit

Am 21. März habe ich über den wahrscheinlich bevorstehenden Einsatz deutscher Truppen im Kongo geschrieben (Fragen zum Kongo-Einsatz):

“Die Annahme ist durchaus naheliegend, dass Paris sich mit der Unterstützung Joseph Kabilas einen neuen Klienten schaffen will - dass sich Paris gewissermassen als Pate anbietet, und dass die Absicherung der Wahlen als Unterpfand für diese Patenschaft dient. Seit Jahren läuft ein verdeckter Kampf zwischen Frankreich und den USA um Einfluss in Zentralafrika; der Preis ist der Zugang zu den Bodenschätzen. (…)

Frankreich hat ein erhebliches Interesse daran, die eigene Afrika-Politik unter dem EU-Banner laufen zu lassen, das ist billiger, und der EU-Stempel verschafft eine weitaus höhere Legitimität. Deutschland aber kann seinerseits kein erhebliches Interesse daran haben, die französische Afrika-Politik bedingungslos zu unterstützen. Dass die anderen EU-Staaten so sehr zögern, Truppen zu stellen - Briten, Dänen, Niederlaender -, könnte auch sehr wohl damit zusammenhängen, dass sie den Einsatz als ein nationales französisches Unternehmen sehen, entsprechend der post-kolonialen Einflusspolitik, die Chirac seit Jahrzehnten betreibt.

Es ist durchaus möglich, dass die Interessen Frankreichs und Deutschlands übereinstimmen und dass es zu gemeinsamem Handeln kommt. Das aber setzt voraus, dass Deutschland seine Interessen zuvor klar bestimmt und formuliert. Sich zum Instrument französischer Klientelpolitik machen zu lassen ist eine Gefahr, die klar auszuschliessen ist, bevor man einem Einsatz deutscher Soldaten im Kongo zustimmt.”

Nun ist Dominic Johnson für die taz der Frage nach den französischen Interessen im Kongo näher nachgegangen: Diamanten für den Präsidenten. Ergebnis: Das Unternehmen ist mit “französische Klientelpolitik” ziemlich präzise beschrieben. Was Paris im Kongo betreibt, entspricht offenbar dem klassischen Muster französischer Afrikapolitik. Wer Johnsons Bericht gelesen hat, kann nicht mehr naiv argumentieren, hier gehe es um humanitäre oder gar “christliche” (Angela Merkel) Werte. Es geht um massive französische Interessenpolitik - um Einfluss und um Bodenschätze. Johnson schreibt:

“(…) Frankreich hat in der Demokratischen Republik Kongo ehrgeizige Ziele. Das riesige Land im Herzen Afrikas ist Objekt intensivster Umarmungsversuche der ansonsten ziemlich desolaten Pariser Afrikadiplomatie. Verloren gegangener Einfluss aus den Zeiten, als Kongo noch Zaire hieß und von Diktator Mobutu Sese Seko ausgeplündert wurde, soll zurückgewonnen werden und damit ein Stück des verblassten französischen Großmachtruhms.

Die geplante EU-Truppe zur Absicherung der Wahlen im Kongo ist davon der Höhepunkt. Vor Ort soll sie geführt werden von General Christian Damay, der bislang Frankreichs Elfte Luftlandebrigade kommandierte. Diese machte sich 1978 mit der Beteiligung an der berüchtigten Entsendung französischer Fallschirmjäger nach Kolwezi im Süden Zaires einen Namen, wo sie im Kampf gegen mutmaßliche kommunistische Rebellen eingesetzt wurde. Der “Absprung über Kolwezi” steht bis heute im kongolesischen Bewusstsein für die außergewöhnlichen Anstrengungen, zu denen ausländische Mächte zur Sicherung ihrer Interessen im Kongo bereit sind.

Der Vorschlag für die Entsendung einer EU-Truppe wurde in der “toten Zeit” zwischen Weihnachten und Silvester 2005 vom französischen UN-Vizegeneralsekretär Jean-Marie Guéhenno offiziell vorgelegt und bei der EU von denselben französischen Planern weiterverfolgt, die bereits 2003 die französisch geführte EU-Truppe “Artemis” im Nordosten des Kongo konzipiert hatten. Frankreichs Präsident Jacques Chirac drängte Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang 2006 zu einer deutschen Führungsrolle und sorgte gleichzeitig dafür, dass mit der Bereitstellung von Frankreichs engsten Afrika-Verbündeten Gabun als Stationierungsland des Gros der EU-Truppenreserve für Kinshasa die tatsächliche Schirmherrschaft Frankreichs gewahrt blieb.

Zu Mobutu-Zeiten war das damalige Zaire, obwohl gar nicht ehemalige Kolonie Frankreichs, ein Teil der französischen Einflusssphäre in Afrika geworden. Dies war die Zeit, in der Frankreich in Afrika einen deutlich neokolonialen Kurs fuhr: Militärinterventionen waren an der Tagesordnung, französische Berater führten faktisch Militär- und Verwaltungsapparate, französische Unternehmer und Diplomaten steuerten die Außen- und Außenwirtschaftspolitik ihrer Exkolonien, deren Währungsreserven in Paris bei der französischen Zentralbank lagen, deren Haushaltsdefizite von Frankreich gedeckt wurden und deren Präsidenten häufig undatierte Blanko-Truppenentsendungsersuchen in Paris hinterlegt hatten. Das ist heute Geschichte, aber die Nostalgie dafür ist in Paris noch immer weit verbreitet.

Über Zaire hatte Frankreich seinen Einfluss über die ehemaligen Kolonialgebiete in West- und Zentralafrika hinaus in Richtung Osten und Süden ausdehnen wollen. Mit allen französischen Präsidenten verstand sich Diktator Mobutu gut: Valéry Giscard d’Estaing schenkte er Diamanten, Jacques Chirac half er mit Millionenspenden in seinem Präsidentschaftswahlkampf 1988, François Mitterrand stellte er 1994 sein Land als Ausgangspunkt für eine dubiose französische Militärintervention im benachbarten Ruanda zur Verfügung, mit der die Verantwortlichen für den dortigen Völkermord an über 800.000 Menschen auf zairisches Gebiet gebracht wurden. Das war der Wendepunkt: Erst 1994 in Ruanda, dann 1997 in Kongo/Zaire fielen die profranzösischen Regime.

Über den Sturz Mobutus fand Paris schnell hinweg. Mobutus Bezwinger Laurent-Désiré Kabila brach rasch mit seinen proamerikanischen Freunden Ruanda und Uganda, und als dieser Bruch 1998 zum Krieg führte, der Kongo zerfiel und Millionen Menschen starben, war Frankreich im UN-Sicherheitsrat der eifrigste Verbündete Kabilas. Frankreich schreibt traditionell alle UN-Resolutionen zum Kongokrieg und hat immer wieder versucht, die internationale Kritik auf die Gegner Kabilas zu richten. Als Laurent-Désiré Kabila am 17. Januar 2001 von seiner Garde ermordet wurde und das Militär seinen Sohn Joseph Kabila als Nachfolger einsetzte, war Chirac der erste ausländische Staatschef, den der 29-jährige neue Herrscher besuchte - nur fünf Tage nach seinem Amtseid am 26. Januar 2001, als er in seiner Antrittsrede bei der Aufzählung seiner Freunde gesagt hatte: “Ich denke insbesondere an Frankreich, dem ich im Namen des kongolesischen Volkes meinen ganzen Dank ausspreche.” Der Dank hat sich ausgezahlt. Unter Joseph Kabila, der bei den anstehenden Wahlen seine demokratische Legitimation als gewählter Präsident sucht, sind die französisch-kongolesischen Beziehungen so eng geworden wie selten zuvor. Viermal hat Kabila inzwischen offiziell Chirac in Paris besucht. Frankreich ist der drittgrößte Abnehmer kongolesischer Exporte, hinter Südafrika und Belgien. UN-Diplomaten und kongolesische Beobachter bestätigen, dass Paris immer wieder internationale Kritik an Kabila abschwächt.

Auf politischer Ebene hat Frankreich durch Beraterverträge wachsenden Einfluss in den Institutionen des Kongo gewonnen. Am bedeutsamsten war die Entsendung des französischen Verfassungsgerichtspräsidenten Pierre Mazeaud nach Kinshasa Anfang 2005, mit dem Auftrag, am Entstehen von Kongos neuer Verfassung mitzuwirken. Mazeaud, der in der Vergangenheit bereits in anderen Ländern wie Tschad starke Präsidialverfassungen geschrieben hat, sollte auch im Kongo dafür sorgen, dass Präsident Kabila möglichst viel Macht gegenüber Parlament und Premierminister bekommt. Das meiste davon wurde von Kongos Übergangsparlament wieder gekippt, aber der Pariser Einflusswille war deutlich geworden.

Auf ökonomischer Ebene läuft die Einflussnahme ähnlich ab. Per Beratervertrag mit der Weltbank hat sich das französische Consultingbüro Sofreco, das in zahlreichen ehemaligen französischen Kolonien in Afrika Wirtschaftsreformen plant, das Management von Kongos größtem Unternehmen gesichert - Gécamines, das Bergbauunternehmen, dem theoretisch die gigantischen Kupfer- und Kobaltminen von Katanga gehören und dessen Sanierung als Schlüssel zur Gesundung von Kongos Ökonomie gilt. Die Sofreco-Zusammenarbeit mit der Weltbank ist nicht ganz frei von Interessenkonflikten, denn Sofreco soll zugleich das wichtigste Weltbank-Wiederaufbauprogramm im Kongo namens PMURR evaluieren.

Problematischer für eine effektive Arbeit der Franzosen allerdings ist der Umstand, dass in der Herrschaftszeit Joseph Kabilas nach Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen 70 Prozent der Aktiva von Gécamines, darunter fast alle produktiven Bergbaukonzessionen, an private Partner im Ausland gegangen sind - zu Bedingungen, bei denen dem Staat und der lokalen Bevölkerungen nur ein paar Brosamen bleiben. Joseph Kabila ist damit für einen nationalen Ausverkauf verantwortlich, der die oft angeprangerten informellen Mineralienexporte aus Ostkongo zu Zeiten des Krieges in den Schatten stellt.

Aber aus französischer Sicht macht das nichts: Wichtigster der neuen Partner ist der Belgier Georges Forrest, zugleich Frankreichs Honorarkonsul in Katangas Hauptstadt Lubumbashi. Die Forrest-Unternehmensgruppe ist der größte ausländische Arbeitgeber in ganz Kongo und wird von Katangern als Staat im Staate gesehen, dem sich keine Behörde widersetzen kann. Belgische Nichtregierungsorganisationen nennen Forrest als Hauptfinanzierer von Joseph Kabilas Partei PPRD.

In Katanga werden nach Einschätzung von UN-Experten die Wahlen am problematischsten sein wegen der immensen ökonomischen Interessen. Und niemand wird Kongos zukünftigen Wirtschaftsaufbau kontrollieren können, der nicht Gécamines kontrolliert - und da stehen nun französische Interessen an erster Stelle.”

Ob es im deutschen Interessen liegt, diese Politik zu legitimieren und auch noch mit der Entsendung deutscher Soldaten zu unterstützen, erscheint höchst fraglich.

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr:
“Die Bundesregierung kann auf der Grundlage der konstitutiven Zustimmung des Deutschen Bundestages Auslandseinsätze der Bundeswehr beschließen, soweit sie sicherheitspolitisch
notwendig sind und auch im nationalen Interesse liegen.” “Das Parlamentsbeteiligungsgesetz bleibt Verfahrensgrundlage der konstitutiven Entscheidung des Parlaments über Auslandseinsätze der Bundeswehr.”

Der Koalitionsvertrag zu Afrika:
“Die Entwicklungen auf unserem Nachbarkontinent Afrika stellen uns vor große humanitäre Aufgaben und berühren unsere strategischen und politischen Interessen. Afrika steht vor gewaltigen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Herausforderungen. Zu den Prioritäten unseres Engagements in Afrika gehören die Bekämpfung von Armut, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie eine Politik, die auf Stabilisierung und Wiederaufbau von schwachen oder gescheiterten Staaten setzt.”


ulrich speck | 13:08

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22. April 2006

International Community has hand in conflicts in Africa

Accra (Gh) 21 April 2006 - The Former President Jerry Rawlings has criticized the international community for not doing enough to commit resources to help bring an end to conflict in Africa.

He says the international community never exposes the underhanded way in which they affect and influence things within the continent. Mr Rawlings who was speaking at symposium of former heads of states in South Africa said there is a 'hidden hand' behind the number of these conflicts.

The symposium is to discuss, among other things, the media coverage of the events and conflicts on the continent by international media. According to the former Ghanaian president African leaders are faced with the challenges of addressing the root causes of conflicts that undermine the development of accountable and inclusive democratic rule.

He said however that the unevenness in which the international community involves itself in conflicts in Africa as compared to European countries is casting doubts about their seriousness to assist. According to Mr Rawlings this is demonstrated by the way in which they commit themselves in these countries by providing necessary logistics to contain and bring things under control.

In Darfur, the African Union (AU) has deployed 7 000 troops but they lack adequate logistical support.    This has led to the AU agreeing to transfer peacekeeping duties to a UN force, giving an impression picture that they are unable to bring the situation under control.

Source: SABC News

22. Januar 2006

Le Forum social de Bamako a donné la parole à l'altermondialisme africain

» Übersetzung ins Englische

LEMONDE.FR | 22.01.06 | 17h55 • Mis à jour le 22.01.06 | 17h55
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Le 6e Forum social mondial (FSM), organisé pour la première fois en Afrique, à Bamako, du 19 au 23 janvier, a attiré des milliers d'altermondialistes, et s'est largement concentré sur les problèmes spécifiques à ce continent, et notamment l'agriculture, l'accès à l'eau, la dette et l'immigration.

Ce Forum, qui se tient chaque année depuis 2001 en réponse au Forum économique mondial, "revêt une importance considérable pour l'Afrique en raison de l'extrême gravité des conséquences de la mondialisation néolibérale sur ce continent", a déclaré le comité national d'organisation du rassemblement. "L'Afrique n'est pas un continent qui va à vau-l'eau, mais l'organe le plus atteint d'un monde malade parce que pillé par une poignée d'acteurs super puissants", a-t-il affirmé dans le dossier de présentation du Forum organisé sur onze sites à travers la ville de Bamako.

BOVÉ APPELLE À SAISIR L'OMC

"Si on regarde aujourd'hui ce qui se passe dans le monde, on se rend compte qu'il y a une systématisation de l'accaparement des terres des paysans partout où ils se trouvent", de l'Amérique latine à l'Afrique où la plupart des populations vivent de l'agriculture, a estimé Ibrahima Coulibaly, membre d'un réseau ouest-africain d'organisations paysannes.

Mohamed Haïdara, coordinateur d'Afrique Verte Mali, une ONG de développement durable, s'est de son côté inquiété de l'introduction en Afrique des Organismes génétiquement modifiés (OGM), contre le gré des producteurs, mais avec la bénédiction de puissances industrielles."Ca commence chez nous avec le coton. Le jour que ce sera le tour des céréales, ça va contribuer à tuer les producteurs, ils seront obligés d'aller acheter leurs semences à une firme américaine", a dit M. Haïdara.

L'altermondialiste français José Bové a développé des arguments similaires sur la question des OGM et sur l'agriculture en général lors d'une conférence sur les"agressions contre les sociétés paysannes". Il a également invité les dirigeants africains à "attaquer l'Union européenne devant le tribunal de l'Organisation mondiale du commerce" pour distorsion et destruction de l'économie locale. Un appel lancé à l'issue d'un exposé sur une campagne lancée en 2002 contre les importation au Cameroun de poulet congelé venu d'Europe : atteignant selon lui 22 000 tonnes en 2003, elles ont lésé selon lui plus d'un million de Camerounais, avec "l'arrêt de plus de 110 000 ateliers de production de poulets". Elles seraient notamment le fait d'un industriel français implanté notamment au Brésil qui bénéficie, selon M. Bové, de financements européens de plus de 60 millions d'euros.

EN FRANCE, UNE "POLITIQUE KLEENEX" DE L'IMMIGRATION

La dette, qualifiée par certains participants d'"ennemi intime de la lutte contre la pauvreté", a également été un des thèmes majeurs de ce Forum. "Les privatisations imposées par les grands argentiers du monde alourdissent la dette des pays du tiers-monde", a accusé Aminata Barry Touré, présidente de la Coalition des alternatives dette et développement (CAD-Mali), regroupant une soixantaine d'associations."Le mécanisme est simple : on nous dit : 'Privatisez vos sociétés et on vous donnera de l'argent pour renflouer vos caisses'. Or, cela entraîne des désastres", a-t-elle ajouté.

L'immigration a elle aussi été largement évoquée, en dénonçant "le traitement inhumain et honteux" de ressortissants de pays du Sud poussés vers l'Europe par la pauvreté ou les conflits. "En France, on prend les étrangers pour faire des travaux difficiles ou ingrats, et quand on n'a plus besoin d'eux, on les jette en les expulsant", s'est insurgé un jeune participant lors une rencontre sur la question, qualifiant cette procédure de "politique Kleenex".

Autre thème abordé, celui de l'accès à l'eau, pour lequel l'ex-première dame française Danielle Mitterrand, présidente de la France Libertés, a mené campagne à Bamako. "Aujourd'hui, près de 1,5 milliard de personnes n'ont pas accès à l'eau potable dans le monde. (...) 34 000 personnes meurent chaque jour du manque d'eau potable", a-t-elle affirmé Mme Mitterrand, en appelant à reconnaître et respecter "le droit de l'eau d'être libre, potable et gratuite".

Le Forum de Bamako doit être suivi d'autres rencontres d'altermondialistes à Caracas (Venezuela) fin janvier, et à Karachi (Pakistan) en mars, avant un deuxième rendez-vous africain prévu en 2007 à Nairobi (Kenya).

The China model of development

Ben Schiller

As Chinese companies “go global”, NGO campaigners are increasingly concerned about Beijing’s model of international development.

Angola’s government, in need of reconstruction funds after the country’s long civil war, was in the process of negotiating a new loan with the International Monetary Fund in 2004. The IMF, aware of Angola’s long history of corruption and poor governance since independence from Portuguese colonial rule in 1975, was keen to include measures to cut corruption and tighten the country’s economic management. But as bank officials pushed harder for a signature, the government suddenly broke off negotiations. The Angolans had received a counter-offer: a $2 billion loan proposed by China’s export-credit agency, Exim Bank. The deal from Beijing came with minimal rates of interest, a generous payback period, and none of the IMF’s “conditionalities”. The government in Luanda accepted China’s offer.

» Zum Artikel

auch: » China als Weltmacht (Ulrich Speck, Anmerkungen zur Aussenpolitik)

Trade is the best aid ...

. . . ist ein altbekannter EZ-Slogan, der in seinem strategischen Kern wohl richtig ist, aber sicherlich differenzierter betrachtet werden muss. Vor allem, wenn er als "Förderkonzept" herhalten soll. Dass aber die Fortschritte in diesem Bereich so zähflüssig sind, konterkariert viele unserer EZ-Anstrengungen und beinhaltet auch eine große Portion an politischer Unglaubwürdigkeit.
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West African Trade Union Decries EU Policies

This Day
(Lagos), NEWS, January 20, 2006

By Eddy Odivwri, Bamako, Mali

The working group, representing West African Trade Union rose from its first session yesterday, condemning the trade policy between the European Union and the rest of the countries in the sub-region.

The condemnation was part of the review of the trade union activities at the on-going World Social Forum in Bamako, Mali.

The group said negotiations on the Economic Partnership Agreement (EPA) between EU countries and the African nations is likely to have adverse effect on the regional trade integration scheme, adding that the terms of the negotiations "have the tendency to allow the EPA negotiations to determine the pace, degree and rhythm of integration."

It decried a system of negotiation that is skewed essentially to favour the EU market, at the detriment of the regional market, to create an integrrated regional market for the purpose of trade which is largely in favour of EU and an international division of labour that assigns the West African countries to continued dependence on primary commodities.

The meeting seeks an integration scheme that will lead to "increased intra-regional trade and enhanced productivity for food security, rural livlihood, poverty reduction and industrialisation.

To strenghten its economic base, the group suggested the reinforcement of the powers of ECOWAS and UEMOA, to ensure that decisions taken at its sessions are effectively applied in the sub-region.

It also called for free and "proper movement of goods and persons within the region, and solicited for infrastructural integration in areas like energy, transport and communication.It submitted also that the etsblishment of a common external tarrif will facilitate the distribution of resources within the subregion that can ultimately promote the financing of the ECOWAP and the industrialisation scheme of the region.

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21. Januar 2006

West Africa: China Tours Region to Boost Strategic Ties

UN Integrated Regional Information Networks
NEWS, January 20, 2006
Posted to the web January 20, 2006, Dakar

China's foreign minister this week wound up a tour of West Africa, sealing deals and promising millions of dollars for the region, where the economic powerhouse has been increasingly active in recent years.

Over eight days Li Zhaoxing visited Cape Verde, then Senegal, Mali, Liberia and Nigeria - armed with a new 'win-win' Africa policy aimed at reinforcing economic and diplomatic links with the continent, where China's trade has quadrupled over the past five years.

The new strategic plan has been embraced by African political and economic leaders who see in the superpower's own development experience clear lessons for the continent.

"Africa has everything to gain in working with the country that is the driving force of the world economy," said Moubarak Lo, former economic advisor to the Senegalese prime minister, now head of an economic consultancy firm in the capital, Dakar.

"This country that came out of poverty can bring a bit of a human touch [to its relations with Africa] I think China is sincere in wanting to create a mutually beneficial partnership, based on its own model of development, which vies with models of the World Bank or the International Monetary Fund."

But some analysts warn that the boost for development might be bad news for democracy. China has pledged its assistance "with no political conditions" - the only prerequisite being support for Beijing's one-China policy.

No conditions linked to human rights or democratic practices can mean support to African nations with a less-than-sterling record, observers say.

"There are black spots in democracy and human rights issues," said Olly Owen, Africa analyst at the London-based research group Global Insight. Citing the pressure for more democracy that western donors are putting on Zimbabwe as an example, he said "China might be willing to step in, which might be a bad thing for democracy."

Development help will be job one however for Liberia's President Ellen Johnson-Sirleaf, whose inauguration on 16 January the Chinese foreign minister attended.

China has had medical workers and agricultural experts in the war-wrecked country since peace found a home there in 2003. Li and Sirleaf met and committed to boost their already close cooperation in the country that will be looking to the world to help rebuild itself from the ground up.

On Monday, Li and Liberian Vice-President Joseph Boakai signed an agreement under which the Chinese government will provide US $25 million towards Liberia's reconstruction programme and an interest free loan of US $5 million over 10 years.

Li's West Africa tour began on 12 January in Cape Verde - with which China has had diplomatic relations for 30 years. The Cape Verdian presidential and parliamentary buildings were constructed by China, as was its first dam.

Li granted the volcanic island nation a no-interest loan of $2.5 million to complete the construction of a hospital in the capital, Praia, according to a statement by the country's foreign minister.

Debt elimination and new funds were on offer at Li's next stop, in Senegal. The Chinese diplomat announced the cancellation of $18.5 million in debt, offered $3.7 million in funding for hospitals, roads and other infrastructure, as well as $200,000 to the thousands of Senegalese left homeless by flooding late last year.

For Senegal it was the first high-level China visit since the two resumed diplomatic relations in October after Senegal dropped its ties with Taiwan. Beijing had cut diplomatic relations with Senegal when Dakar recognised Taiwan 10 years ago.

The visit to Dakar - where markets are full of Chinese goods and the Chinese are leaders in business and the fishing and public works sectors - saw the reopening of the country's embassy in Senegal and a promise of 80 to 90 study grants for Senegalese students - including 21 forced out of Taiwan last year.

China is also ever-present in Mali, where Li signed an economic and technical cooperation pact worth $3.7 million with his counterpart, Moctar Ouane, who noted during the visit that China had already cancelled a debt in Mali of about 68 million in 2001.

Li's visit to Nigeria - Africa's largest oil producer, seventh worldwide - coincided with China's acquisition of a 45 percent stake in an oil block off the coast of Nigeria at $2.3 billion.

Li invited African leaders to the China-Africa summit to take place later this year in Beijing. Forty-five African countries participated in the first such forum, in 2000, hiking up China's trade with the continent.

China's trade with Africa - while only three percent of the country's foreign commerce - was worth $37 billion in 2005, according to Beijing figures released last week.

China imports raw materials such as wood, minerals, gas and oil, while exporting to the continent electronic equipment and other high technology items. There are 78,000 Chinese workers in Africa and direct investments on the continent are at $175 million, the government says.

In its new Africa policy China calls itself "the world's largest developing country," saying it seeks to establish "a new strategic partnership with Africa marked by equality and mutual trust on the political front, with cooperation conducted on a basis of 'win-win' economic relationships with reinforced cultural exchanges."

China says it is committed to facilitating the flow of African products to the Chinese market - notably by eliminating tariffs, encouraging Chinese businesses to invest and set up in Africa and cancelling debts.

Analysts say the potential mutual benefits in a Sino-African partnership are clear.

"The whole China-Africa relationship can be mutually advantageous in a way that China sets it up in the new policy document," said Owen of Global Insight.

"The advantage to China is direct and immediate - securing privileged access to resources and avoiding future price hikes," he said. For Africa, access to financial and technical aid, unencumbered by some of the conditions of other world donors.

At the same time, Owen said, some African industries have been undercut by cheap Chinese exports so their interest in trade-boosting ties might be limited.

[ This report does not necessarily reflect the views of the United Nations ]

Copyright © 2006 UN Integrated Regional Information Networks. All rights reserved. Distributed by AllAfrica Global Media (allAfrica.com)

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14. Januar 2006

Zeigt das wahre Afrika!

Nur Elend und Sterben –- warum die westlichen Medien ein falsches Bild vom schwarzen Kontinent zeichnen

Von Henning Mankell

(…)
Was mich zum betrüblichen Thema dieses Textes bringt, ist Frage, wie die Berichterstattung über den afrikanischen Kontinent in den Massenmedien der westlichen Welt eigentlich aussieht.

Wenn man den gewöhnlichen Informationsfluss aus und über Afrika kritisch betrachtet, kann man nach kurzer Zeit eine Schlussfolgerung ziehen, die eine erschreckende und zugleich beschämende Dimension enthält. Wenn wir uns am Bild der Massenmedien orientieren, lernen wir heute alles darüber, wie Afrikaner sterben, aber nichts darüber, wie sie leben. Die Flut von halben Lügen, die in trügerische Wahrheiten verwandelt werden, oder das Umgekehrte, Halbwahrheiten, die nur zu verworrenen Schlussfolgerungen führen, prägen gegenwärtig die Berichterstattung über Afrika.

Ich brauche kaum zu betonen, dass sich in dieser medialen Wüste natürlich viele Stimmen zum Protest erheben und versuchen, mit ihren Gegenbildern durchzudringen. Doch der breite Fluss, der Mainstream, entspricht dem, was ich oben beschrieben habe. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Vor einigen Jahren gab Newsweek ein Sonderheft über die Zukunft der Welt heraus. Darin brachte man das Kunststück fertig, den afrikanischen Kontinent nicht ein einziges Mal zu erwähnen. Kürzlich las ich in einer großen europäischen Tageszeitung, Afrika sei »ein von Bürgerkriegen zerrissener Kontinent«. Während ich dies schreibe, herrscht in über neunzig Prozent der Länder auf dem afrikanischen Kontinent Frieden. Es gibt einige große und ernste und einige kleinere, doch nicht minder ernste Konflikte. Aber »ein von Bürgerkriegen zerrissener Kontinent«? Dies ist eine arglistige Lüge.

Warum ist die Berichterstattung so verzerrt und mit Lügen behaftet? Was wird damit bezweckt? Gibt es überhaupt einen Zweck, oder handelt es sich nur um eine Art von Resignation, weil man über einen Kontinent berichten muss, dessen Zukunft schon verloren zu sein scheint? Liegt es daran, dass die Journalisten sich gegenseitig lesen und die Worte ihrer Kollegen ernst nehmen, ohne sie infrage zu stellen, ohne nach alternativen Informationsmöglichkeiten zu suchen? Wie kommt es dazu, dass die westlichen Medien den ganzen afrikanischen Kontinent mit Nichtachtung strafen?
(…)

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