Diskussion über Themen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in/mit Westafrika einschließlich (und vor allem) der politischen sowie sozio-ökonomischen Bedingungen in den Ländern und was EZ bewirken kann -- oder auch nicht -- oder ob sie aber nicht sogar schadet. ACHTUNG: In Ermangelung von Kommentaren lediglich Beiträge zu EZ-Themen. _________________________________________________________________

24. Dezember 2008

Frohe Weihnachten | Merry Christmas

Ich wünsche den -- nicht allzu zahlreichen aber immerhin treuen -- Lesern meines Blogs

Frohe und gesegnete Weihnachten und ein glückliches und gesundes Neues Jahr 2009!


To all the -- not too many but nonetheless loyal -- readers of my blog

Merry Christmas and a Happy & Prosperous New Year!

Anstelle des üblichen Christbaums oder einer mehr oder weniger gelungenen Nikolausvariante möchte ich mich mit einer geklauten Satire aus dem SPIEGEL für dieses Jahr verabschieden. Ich hoffe, der Hinweis und Link auf den Spiegel erspart mir eine Abmahnung wg. Copyright-Verletzung.

(c) Der SPIEGEL >> hier
Für die, die es nicht schnallen: Der Afrikabezug ist bei der Mutti!
Das hat übrigens zur Folge, dass Deutsche Botschaften in Afrika aufgrund einer Einladung einer (reiferen) Dame aus Deutschland an einen afrikanische Jüngling auch bei Vorliegen des obligatorischen Rückflugtickets keine Visa (mehr) erteilen.
;-)


Zu guter Letzt
möchte ich meine Leser auf meinen Beitrag "EZ auf dem Prüfstand" hinweisen, in dem ich im zweiten Teil Denkanstöße zu einer
>>
"
Exit-Strategie aus der EZ"
gebe. Besonders freut es mich, dass dieser Beitrag in der Oktoberausgabe 2008 der KAS Auslandsinformationen (AI) erschienen ist.
English Summary
of my Article on the Accra HLF-3 and suggestions for an
>> "Aid Exit Strategy"

In Ghana geht die Party weiter

"Von wegen Finanzkrise: Der Aktienindex Ghanas liegt im Horrorjahr 2008 etwa 30 Prozent vorne. Praktisch: Wo keine Investoren sind, kann auch niemand Kapital abziehen."

Und diese schwachen Volkswirtschaften werden von uns mit Hilfe der EZ noch abgezockt!!!

Zum vollständigen Artikel von E. Atzler in der Fanancial Times Deutschland >> hier

11. Dezember 2008

Zum xten-Mal: The pitfalls of Africa's aid addiction

"As a result, governments that are highly dependent on aid pay too much attention to donors and too little to the actual needs of their own citizens."

"Another criticism of aid increasingly voiced by Africans, but rarely heard in the West is that it sponsors failure, but rarely rewards success."

"So you see,' Mr Mwenda said. 'If aid were to offer this young man support in the form of low interest credit he could not only expand his business offering employment opportunities and a valuable service to his community, he could also eventually pay the money back.' But instead of funding innovation and creativity, aid has funded the chairman's dysfunctional lifestyle"

To the entire article by Sorious Samura on BBC News Africa >> here

Ghana hat gewählt -- und seinem Ruf alle Ehre gemacht!

Ghana hat am 7. Dezember 2008 gewählt und allen Unkenrufen zum Trotz -- auch meinen! -- ist alles äußerst transparent, fair und friedlich abgelaufen. Die kritische Phase ist ja bekanntlich auch zwischen dem Schließen der Wahllokale bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse -- und dann noch einmal nach Verkündigung derselben. Ich kann nur unterstreichen, dass Ghana mit der Durchführung der Wahlen und des Handlings der Ergebnisse einschl. der friedlichen Aufnahme derselben durch das sog. Wahlvolk die Afrikapessimisten Lügen gestraft hat! Und die ghanaische Bevölkerung kann zu Recht stolz auf dieses Signal sein, dass sie dem Kontinent und der interessierten Welt gesetzt hat! Selbst der notorische Scharfmacher, Ex-Präsident JJ Rawlings, hat sich konziliant geäußert (>> hier). Am 28. Dezember, dem Datum der Stichwahl, gehts dann weiter! Mehr Informationen >> hier und >> hier.

1. Dezember 2008

Africans See Poverty: Foreigners See Resources and Wealth

In this wide-ranging interview, James Shikwati talks to Kristina Bozic on the issue of poverty in Africa and how foreign aid has accelerated it. Since Africans perceive themselves as poor, they always turn to rich countries. The donor countries in turn take advantage of their plight to exploit them. Shikwati offers suggestions on how Africa can redeem itself.

Zum >> download auf der IREN Seite.

Auszug:

"Are Millennium Development Goals anything new? Aren’t they the same promises African leaders gave at independence, in a new dress? The manner to achieve them is still the same old one: let others come and fix it. The whole aid debate is about shutting down the concept of letting somebody else fix it, and promoting the fact that we are the ones to fix it. In this era of dominance, people are striving for power. As China flexes its economic muscles globally, Europeans are certainly feeling left out. They do not want to be irrelevant in African issues. They are busy figuring out what to do to remain relevant. That Africa might join the club of those with economic might scares them to fits. If developed nations are genuine in their quest to help, why are they spending millions to persuade Africans to accept aid? Giving money makes the continent remain where it is. Aid is like a drug that causes addiction. I have read accounts of the effects of welfare on black populations in the USA and seen parallels in our situation."

Siehe den Beitrag zu >>Overcoming Aid Dependency

8. November 2008

Afrika auf dem Weg der Besserung? Wohl kaum!

SPIEGEL-Reporter Thilo Thielke zum Zustand Afrikas:

Ich weiß nicht, aus welchen Erkenntnissen die vielen Statistiken genährt werden, die Afrika immerfort auf dem Weg der Besserung sehen.

Ich kann diese Tendenz nicht erkennen. Man muss einen Blick auf die großen Staaten werfen, um zu begreifen, in welch verheerendem Zustand Afrika ist: Der Sudan (38 Millionen Einwohner) befindet sich im Zerfall. Die Konflikte in Darfur sind ungelöst und weiten sich auf Zentralafrika aus, und der Süden spaltet sich entweder demnächst ab, oder es droht ein erneuter Waffengang mit dem Norden.

Äthiopien (79 Millionen Einwohner) ist ein armer, ziemlich undemokratischer Staat, in dem innenpolitisch die Opposition brutal unterdrückt wird, und der außenpolitisch in eine mörderische und nahezu aussichtslose Auseinandersetzung mit den Islamisten in Somalia verstrickt ist.

In Nigeria (140 Millionen Einwohner) werden ununterbrochen Wahlen gefälscht, zudem ist der Staat hochgradig korrupt und ausgelaugt, obwohl er wegen seiner Ölvorkommen steinreich sein müsste. Unzählige Banden terrorisieren dort recht ungestört im Namen des Volks die Bevölkerung.

Im Kongo (67 Millionen Einwohner) ist die staatliche Autorität seit dem Sturz Mobutus atomisiert, außerdem wird der Osten von seiner Nachbarn Ruanda und Uganda und deren lokalen Helfershelfern ausgebeutet. Weite Teile des Landes befinden sich in den Händen von Milizen, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Südafrika (48 Millionen Einwohner) steht die Tragödie womöglich erst bevor. Die weiße Mittel- und Oberschicht nimmt Reißaus, weil sie für sich keine wirtschaftliche Zukunft sieht, und der African National Congress zerfällt in einen radikalen Flügel um ANC-Führer Jacob Zuma und einen pragmatischeren um den Staatspräsidenten Thabo Mbeki, der Cliquenwirtschaft betreibt, und dessen Leute sich als "fat cats" die Stammplätze an den Futtertrögen des Landes gesichert haben. Darüber hinaus macht das Land hauptsächlich durch seine überbordende Kriminalität und ausländerfeindliche Ausschreitungen Schlagzeilen.

Daneben irrlichtern mittelgroße, wirtschaftlich einst erfolgreiche Staaten wie Côte d'Ivoire (21 Millionen Einwohner) und Simbabwe (12 Millionen Einwohner) zwischen Bürgerkrieg und Rekordinflation hin und her. Von Somalia (rund 10 Millionen Einwohner) ganz zu schweigen. Liberia (3,4 Millionen Einwohner) und Sierra Leone (5,2 Millionen Einwohner) wurden immerhin befriedet.

Richtig gut entwickeln sich nur Botswana (1,9 Millionen Einwohner) und Mauritius (1,25 Millionen Einwohner), und auch die Seychellen (85.000 Einwohner) bieten wenig Anlass zur Sorge.

Der vollständige Artikel hier >> Kenia: Die Schuldigen der Massaker sitzen heute im Kabinett

Hoffentlich läuft Ghana nicht auch noch aus dem Ruder!

3. November 2008

Drug Money: I am talking of politicians who wanted to become President of Ghana

Nicht vergessen: Die Nachfrage bestimmt das Angebot! N'est-ce pas?!

Ghana: Drug Money 'Tainting Ghana Poll'

Public Agenda (Accra)
31 October 2008
Posted to the web 31 October 2008


Auszüge:

"Kwesi Aning, head of research at the Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre, said the 'very fabric' of Ghanaian society was under threat. His comments came as the UN warned in a report that West Africa risks becoming an epicentre for drug trafficking from South America to Europe. Officials from West Africa are meeting in Cape Verde to discuss the problem.

Every year, at least 50 tonnes of cocaine from Andean countries are transported through West Africa towards Europe, where they are worth $2bn (£1.3bn), according to the UN. The problem is getting worse, the UN says, with seizures of drugs representing the 'tip of the iceberg'.

The UN says that along with Guinea-Bissau, Ghana is a major hub through which cocaine enters the region. Mr Aning said he was alarmed at the amount of money being splashed around in Ghana ahead of presidential elections on 7 December. 'Some of these guys were my mates in school and they were not too successful, and they've been in politics for less than 10 years,' he told the BBC. 'You don't make that kind of money in 10 years.'

He said he was talking about people 'running for parliament, who are ministers, wanting to run for president'. 'It's not only about politics or politicians, it's about the police service, it's about customs, it's about immigration, it's about the judiciary, it's about our traditional institutions,' he said. 'What I'm saying is that the very fabric of Ghanaian society is under threat.'

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